Fahrrad trifft Auto: WÖHR macht Parkhaus zum Mobilitäts-Hub

Intelligent, platzsparend, zukunftsorientiert – das Bike-Safe-System von WÖHR passt ins Parkhaus-Campusgelände in Calw und schafft Raum für Komfort und Sicherheit

Mobilität verändert sich – immer mehr Menschen steigen aufs (E-)Fahrrad als umweltfreundliche Alternative um – auch, um regelmäßig in die Arbeit zu radeln. Doch wohin mit den meist teuren Gefährten, die am besten wetter- und diebstahlgeschützt abgestellt sein sollten, während des Arbeitstags? Denn Fahrradabstellplätze sind in dicht besiedelten Gebieten oder auf Firmengeländen oft Mangelware. Genau hier setzt ein neues, zukunftsweisendes Projekt der WÖHR Autoparksysteme aus Friolzheim an: Beim Neubau des Klinikverbunds Südwest auf dem Stammheimer Feld III in Calw wurde auch an die zahlreichen Jobradler gedacht. In die neue Parkgarage auf dem Klinikgelände wurde eine intelligente Lösung – der WÖHR Bikesafe – integriert, und zwar in eine eigentlich für die an- und abfahrenden Autofahrer gedachten Auffahrtsspindel des Parkhauses.

 

Der WÖHR Bikesafe in der Spindel des Autoparkhauses
122 Fahrräder von Mitarbeitern und Besuchern bekommen einen sicheren Abstellplatz

Innovatives Best-Practice Beispiel

Ein wichtiges Signal für die Zukunft – so bewertet Calws Oberbürgermeister Florian Kling den neuen Parksafe am Klinikgelände: „Ich finde, dass in der heutigen Zeit beim Bau eines Parkhauses grundsätzlich der Fahrradverkehr mitgedacht werden muss. Radfahren hält gesund und wenn man die Möglichkeit bekommt, im Parkhaus sein Fahrrad unter Dach und Fach sicher abzustellen, ist das eine tolle Sache. Der Klinikverbund hat genau das mitgedacht, das freut mich sehr und zeigt, wie zukunftsfest und innovativ hierbei gehandelt wurde." Auch Landrat Helmut Riegger ist vom neuen Angebot überzeugt: „Mit dem Bikesafe auf dem Gesundheitscampus Calw fördern wir nachhaltige Mobilität und schaffen zugleich einen praktischen Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger. Die Zusammenarbeit mit der Firma WÖHR zeigt, wie wichtig starke Unternehmen für die positive Entwicklung und Zukunftsfähigkeit unserer Region sind.“

Im Rahmen der Eröffnung erklärte Markus Hofheinz, Geschäftsführer WÖHR Autoparksysteme: „Das innovative Best-Practice Beispiel zeigt, wie die bestehende Parkhaus-Infrastruktur neu gedacht und um hochwertige, sichere Fahrradstellplätze ergänzt werden kann. Nicht nur für Neubauten, auch für Bestandsgaragen bietet die smarte Idee viel Potential: Durch die Integration des Bikesafe in bestehende Auffahrtsspindeln entsteht eine hybride Parkgarage der Zukunft, ohne zusätzliche Flächen bebauen zu müssen," so Markus Hofheinz.

 

Seit Jahrzehnten aktiv für die Mobilität der Zukunft

Vor fast 70 Jahren hatte die 1902 als Schlosserei gegründete WÖHR Autoparksysteme eine geniale Idee: Autos als „Doppelpack“ mit einem auf und abfahrenden System übereinandergestapelt in einem ihrer Münchner Parkhäuser noch platzsparender unterzubringen. Seither gab es immer wieder Innovationen, etwa den Parklift, den Combilift oder automatische Parksysteme für PKW und Fahrräder.

Schon seit 2014 machen sich die Parkraum-Experten aus Baden-Württemberg zudem Gedanken um die Unterbringung von Fahrrädern, und präsentierten damals eine Weltneuheit: ein automatisches Fahrradparkhaus als Turm oder Schachtversion. 2016 wurde der Bikesafe entwickelt – der auf dem Klinikgelände in Calw nun erstmals in ein konventionelles Autoparkhaus integriert wurde.

 

Das Fahrrad trifft Auto-Prinzip

Dass der Bikesafe nun erstmals auch in ein konventionelles Parkhaus integriert werden konnte, ist u.a. Heike Sulic vom Vertriebsteam von WÖHR Autoparksysteme zu verdanken. Durch Recherchen bei Radfahrverbänden erfuhren sie, dass Besitzer*innen vor allem eine sichere Aufbewahrung ihrer Räder wichtig ist – und erkannten so das Potenzial kombinierter Parklösungen. Nach zahlreichen Recherchefahrten zu Parkhäusern wurde beiden schnell klar, dass sich die nach oben offenen Auffahrtsspindeln ideal für den nachträglichen Einbau eines Bikesafe eignen. So entstand die smarte „Auto trifft Fahrrad“-Lösung. „Durch die Integration werden weniger Flächen versiegelt, und zugleich ist das Ganze deutlich kostengünstiger“, erläutert Heike Sulic, Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um den Bikesafe bei WÖHR Autoparksysteme.

Wie kann man sich den Bikesafe vorstellen? In dem als Turm konstruierten Bauwerk parken die Fahrräder sicher und platzsparend hinter verschlossenen Toren. Insgesamt gibt es 122 Stellplätze auf 8 Ebenen Platz (i.d.R. 16 Stellplätze pro Ebene). Der Bikesafe ist 11,80 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 8,60 Metern. Alle gängigen Fahrradmodelle inklusive Pedelecs und E-Bikes mit einem Gewicht von bis zu 30 kg sowie Kindersitze und Fahrradtaschen können im Bikesafe eingelagert werden. Ausserdem ist das Laden von E-Bike-Akkus an einer Ladestation möglich.

Schnell und unkompliziert: Der Bikesafe in der Praxis

Für die künftigen Nutzerinnen und Nutzer ist alles denkbar einfach, denn das Fahrradparken im neuen Calwer Hybrid-Parkhaus funktioniert vollautomatisch. Dank seines zeitgemäßen Bedienkonzepts können Dauer- und Wechselparker*innen ihr Fahrrad in nur 16 Sekunden abgegeben und wieder abholen. Das Einlagern gestaltet sich schnell und unkompliziert: Nutzer schieben ihr Fahrrad am Übergabeterminal einfach in eine Radschiene. Dort prüfen Sensoren anhand von Gewicht und Abmessungen die Einlagerungsfähigkeit. Ist diese gegeben, öffnet sich ein Schiebetor, und das Rad kann bis zum innen liegenden Anschlag eingeschoben werden.

Die Autorisierung zum Einlagern erfolgt für permanente Nutzer bzw. Dauermieter standardmässig über einen RFID-Chip im Besitz des Radfahrers. Für öffentliche Bikesafes gibt es alternative Autorisierungs- und Bezahllösungen, wie die Bezahlung per Lastschrift oder Giro-/Kreditkarte. Die Stellplätze können über eine Onlinebuchungsplattform/App bequem vorgebucht werden. Nach der Autorisierung wird das Fahrrad vollautomatisch in das Regalsystem im Turminneren eingezogen und an einem freien Regalplatz eingelagert – gut geschützt vor Wettereinflüssen und dem Zugriff Dritter.

 

Hybride Parkgaragen als Zukunftsmodell urbaner Parkraumlösungen

Mit der Integration des Bikesafe in die Auffahrtsspindeln von neuen genauso wie Bestands-Parkhäusern liefert WÖHR Autoparksysteme die Antwort darauf, wie Parkinfrastruktur effizienter, nachhaltiger und wirtschaftlicher genutzt werden kann. Statt neue Flächen zu versiegeln, nutzt das Konzept vorhandene Strukturen, und aus einer reinen Autoinfrastruktur wird ein multimodaler Mobilitätsraum.

So entsteht ein Mehrwert für Städte, Betreiber und Nutzer gleichermaßen – ohne zusätzlichen Flächenverbrauch. Besonders in innerstädtischen Lagen, wo Raum ein knappes Gut ist, ermöglicht die Spindel eine platzsparende Lösung. Mit dem Projekt „Bikesafe im Autoparkhaus” entsteht ein neues Verständnis von Parkraum: nicht mehr monofunktional, sondern flexibel und zukunftsorientiert. So werden Parkhäuser fit für die Mobilitätswende.

 

Technische Eckdaten im Detail

  • WÖHR Bikesafe
  • 122 Fahrradstellplätze auf 8 Ebenen
  • Integriert in der Spindel des Autoparkhauses
  • Grundflächenbedarf von nur 50 m²
  • Laden von E-Bike Akkus in separater Ladestation möglich
  • Bedienung per RFID-Chip, Online-Buchungsplattform oder Mobilitätskarte

Pressestelle:

WÖHR Autoparksysteme GmbH
Daniela Wöhr
Ölgrabenstr. 14
71292 Friolzheim

E-Mail: Daniela.Woehr@woehr.de
Tel: +49 7044 46 140

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Pressemittelung - Bikesafe in der Spindel, Calw